Bei der Auswahl der richtigen Brille, sollten Sie zunächst darauf achten, dass der Brillentyp und die Brillenform zu Ihrer Gesichtsform passen. Beim Kauf einer neuen Brille steht man angesichts der Vielfalt der unterschiedlichen Brillenmodelle oft vor der Qual der Wahl: eher klassisch konservativ, sportlich, elegant oder trendbewusst? Vollrandbrille mit markantem oder dezentem Rahmen, Halbrandbrille oder doch randlos?
Auch angesichts der Fassungsform kann man zwischen verschiedenen Varianten entscheiden: rechteckig, oval, rund, Trapez usw. und auch die Farbe spielt bei der Wahl eine wichtige Rolle. Die Auswahlmöglichkeiten sind also schier unbegrenzt. Doch es gibt etwa im Hinblick auf die eigene Gesichtsform einige Regeln, die die Wahl des richtigen Brillenmodells erleichtern können. Auch die Frage, welche Marke und welcher Stil mit Ihrem individuellen Ausdruck, Ihrem Kleidungsstil und Ihrer Persönlichkeit harmonieren, sowie die Farbe des Brillengestells spielen bei der Entscheidung für das richtige Modell eine wichtige Rolle. Sind Sie eher der klassische Brillentyp, sportlich elegant oder trendbewusst?
Bei der Auswahl des perfekten Brillenglases spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. „Bei einer Gleitsichtbrille ist z.B. die eigene Kopfhaltung von großer Bedeutung“, erklärt er. Für manchen beruflichen Einsatz sind wiederum robustere Gläser gefragt und Sportler bevorzugen leichtes und dünnes Material. Die individuelle Situation ist also immer entscheidend!
Bei Kurzsichtigkeit (negative Dioptriewerte) empfiehlt sich eher ein kräftigeres Brillengestell. Dadurch werden die bei einem Glas mit negativen Dioptriewerten dicker ausfallenden Glasränder etwas kaschiert. Bei starker Kurzsichtigkeit wirken randlose Brillen deshalb nicht so gut. Auch sollten bei starker Kurzsichtigkeit Fassungen mit etwas kleineren Gläsern gewählt werden. Grundsätzlich gilt im negativen Dioptriebereich: je kleiner die Gläser, desto dünner fallen diese aus. Bei starker Kurzsichtigkeit können dünne Gläser mit einem etwas höheren Brechungsindex gewählt werden. Bei der Glaswahl stehen Gläser mit verschiedenen Brechungsindizes (Glasdicken) zur Auswahl. Als Faustregel gilt, je höher der Brechungsindex, desto dünner das Brillenglas. Dadurch hat der Brechungsindex auch einen Einfluss auf das Aussehen und das Gewicht der fertigen Brille. Die leichten Kunststoffgläser im Brechungsindex 1,5 empfehlen sich im Dioptrienbereich von +/-2 dpt.
Die dünnen 1,6er Kunststoffgläser empfehlen wir bei Dioptriewerten von +2 bis +4 und -2 bis -5,00 dpt. Im Dioptriebereich +4 bis +6 und -5 bis -6 dpt raten wir zu extra dünnen Gläsern mit einem Brechungsindex von 1,67. Kunststoffgläser mit einem Brechungsindex von 1,74 empfehlen wir nur im negativen Dioptriebereich (Kurzsichtigkeit) ab -6 dpt.
Filigranere Fassungen eignen sich bei Weitsichtigkeit auch noch bei höheren Dioptriewerten, denn Plusgläser sind am Rand prinzipiell dünner als Minusgläser. Bei positiven Dioptriewerten sollten möglichst nicht zu dünne Gläser gewählt werden, da hierdurch die Einpassung der Gläser in das Gestell schwierig und die Stabilität der Gläser beeinträchtigt ist. Dies gilt vor allem für Halbrandbrillen.


